Vortrag Irme Schaber

Zeiten:
2.7., 16-18:00

Ort:
Luru-Kino, Baumwollspinnerei

Referentin:
Irme Schaber (freie Kuratorin und Autorin, Stuttgart)

Vortrag

Gerda Taro: Das Auge der Solidarität
Mit Robert Capa im Spanischen Bürgerkrieg


Im Spanischen Bürgerkrieg schuf Gerda Taro zusammen mit Robert Capa und „Chim“ David Seymour die moderne Kriegsfotografie wie wir sie heute kennen.

Gerda Taro fotografierte am Nerv der Zeit. Ihr Weg vom Nazi‐Flüchtling zu einem Prototyp des modernen Fotojournalismus verlief im Spannungsfeld von eigener Fluchterfahrung und neuer Medienöffentlichkeit. 1933 war die Jüdin von Leipzig nach Paris geflohen, wo sie mit Robert Capa zu fotografieren begann.

Der Spanische Bürgerkrieg war ein internationaler Konflikt. Taro begleitete Milizen und Internationalen Brigaden mit der Kamera, lernte Ernest Hemingway, Pablo Neruda und André Malraux kennen. Mit ihren Bildern bezog Gerda Taro klar Stellung gegen Franco und Hitler. Ihre fotografischen Berichte aus dem ersten großen Bombenkrieg auf europäischem Boden waren ein Votum für eine andere Politik.

Engagement und Risiko zeichneten ihre Arbeit aus. Sie dokumentierte Flüchtlingselend und zerstörte Städte und sie war die erste Frau, die direkt in der Kampfzone fotografierte. Diese Nähe zum Geschehen setzte neue Maßstäbe für die fotografische Kriegsberichterstattung und kostete Gerda Taro das Leben.

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